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La Via Garona

Via Garona

Die Via Garona, GR-Wanderweg von 170km

Die Garonne, natürliche Verbindungsachse zu Santiago de Compostella

Via garona

Die Garonne wurde lange Zeit für den Flusstransport genutzt, jedoch auch als Verbindungsachse für die Menschen, die ihr zu Fuß folgten. Auf dem Weg nach Santiago de Compostella, wo sich das Grab des Heiligen Jakobus des Älteren befindet, nahmen die Pilger die alten Römerstraßen, die entlang des Flusses verliefen und machten Rast in den Städten, die durch Rom erbaut wurden: Toulouse, Muret, Cazères, Saint-Martory, Saint-Gaudens, Saint-Bertrand-de-Comminges... Schließlich gelangten sie ins Pyrenäen-Vorland, frankierten die Pyrenäen und folgten dem berühmten „Camino francés“ nach Nordspanien (der Weg der französischen Pilger). Toulouse selbst war bedeutender Zwischenstopp für die Jakobspilger, wo die Reliquien des Heiligen Saturnin in der Basilika Saint-Sernin aufbewahrt sind. Ihre Blessuren und Wunden ließen sie im Hospital Hôtel Dieu Saint-Jacques aus dem Jahr 1257 versorgen.



Noch heute folgen Pilger und Wanderer dem Weg von Arles oder der Route aus Conques und Puy-en-Velay. Eine neue Strecke, die „Via Garona“ kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Diese Variante des alten Jakobsweges zwischen Toulouse und Saint-Bertrand-de-Comminges kann je nach Lust und Verfassung in sieben bis zehn Wandertagen in mehreren Etappen bewältigt werden (170km insgesamt).



Die Via Garona, Wanderparadies mit zahlreichen historischen Schätzen

Ausgezeichnet als „GR“ (Grande Randonée, Fernwanderweg), folgt die Via Garona (GR861) weitestgehend dem Lauf der Garonne und den Städten und Bastiden von Cazères, Carbonne, Rieux-Volvestre, Martres-Tolosane und Saint-Gaudens bis hin zum antiken und mittelalterlichen Ort von Saint-Bertrand-de-Comminges. Dieser neue Jakobsweg trifft schließlich auf den schon existierenden Weg der Piemont-Pyrenäen und dann auf die großen Pilgerrouten durch die Pyrenäen und den Norden Spaniens bis nach Santiago de Compostella.



Auf dieser Strecke passieren Sie die alte bischöfliche Cité Rieux-Volvestre, die als einer der „100 schönsten Umwege Frankreichs“ gilt. Sie schlummert friedlich in einer Windung der Arize, Zufluss der Garonne, am Fuße der Hänge von Volvestre, 45km von Toulouse. Sie besitzt ein reiches Patrimonium, darunter die befestigte meridionale Kathedrale und einen hohen Backstein-Glockenturm, dessen Fundament achteckig ist und dessen Spitze eine Replik des Jakobinerkonvents in Toulouse darstellt. Im Inneren dieser Schatztruhe werden bedeutende Stücke des alten Bischofssitzes aufbewahrt. Als wichtige Etappe entlang des Jakobsweges befindet sich Rieux-Volvestre auf der Wander- und der Fahrrad-Route der neuen Via Garona. Das antike Zentrum von mittelalterlicher Struktur beherbergt wunderschöne Fachwerkhäuser und eine renovierte Markthalle mit ihren Backsteinsäulen und dem hölzernen Dachstuhl aus dem 15. Jahrhundert.



Anfang August finden im Parc des Jacobins und in der Tourasse, einem Herrschaftsturm aus dem 13. Jahrhundert, die „Théâtrales de Rieux et du Volvestre“ mit Theater im italienischen Stil statt.

Das Papogay-Museum beschäftigt sich mit der lokalen Tradition des Bogenschießens und das Musée Lapidaire erzählt die Geschichte der Cité.



Lassen Sie mich Ihnen von der Legende des Papogay (Papagai auf Okzitanisch) erzählen, von diesem Vogel aus Holz, der auf einem Mast von 45m Höhe sitzt und auf den die Bogenschützen am ersten Wochenende im Mai in Rieux-Volvestre schießen:



„... Der Teufel plagte die Gegend. Er verwandelte sich in alles, was er wollte, mit dem Ziel, die hübsche Tochter des Herren der Cité zu verführen. Der Vater, der mit aller Macht vermeiden wollte, dass sein Kind verzaubert würde, befahl, Jagt auf diesen Dämon zu machen. Er versprach jenem, der ihn tötete seinen Schatz und die Hand seiner Tochter.

Es war der erste Sonntag im Mai: Satan hatte sich in einen „Papogay“ (Papagai) verwandelt. Die Menschen der Stadt, bewaffnet mit simplen Waffen und ihren Bögen suchten ihn auf dem ganzen Land. Mit der Gnade des Heiligen Sebastian, Schutzpatron der Bogenschützen, gelang es dem jungen Schäfer Tantiro, der verliebt war in das junge Mädchen, den unheilvollen Vogel mit einem Pfeil zu durchbohren, vorauf er den Titel „König“ von Rieux und das Herz der „sanften und weißen Person“ (des Mädchens) gewann.“



Praktische Information

Tourismusbüro Office de Tourisme Intercommunal du Volvestre – 9 rue de l'Évêché – 31310 Rieux-Volvestre

Telefon: +33 561 87 63 33

 

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