Die Dombes
La Dombes - Das Land der Tausend Seen
Die östlich von Lyon gelegene Dombes ist eine riesige, von Teichen durchzogene Ebene. Diese Gegend im Ain wird auch als „Tausend-Teiche-Dombes“ bezeichnet, sie ist ein echtes Vogelparadies. Über 130 Arten nisten hier, bevor sie in andere Regionen weiterfliegen. Vom Teichrand erspähen viele Ornithologen Haubentaucher, Schnurrbart-Seeschwalben und Kohlrostvögel. Die Dombes lässt sich wunderbar zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Fahrrad erkunden, zu zweit, allein oder mit der ganzen Familie.
Die nördliche Dombes war früher im Familienbesitz der Beaujeus und der Bourbons. Der Südteil gehörte den Herzögen von Savoyen. Erst im 18. Jahrhundert wurde die Dombes französische Provinz. Im 19. Jahrhundert siedelten sich Mönche in Plantay an, mit dem Auftrag, die sumpfige Region, in der sich die Malaria rasch ausbreitete, zu entseuchen und trockenzulegen. Die Mönche legten hunderte von Teichen an und achteten dabei auf ein leichtes Gefälle, damit das Wasser in Richtung Entleerungsstelle, „Thou" genannt, abfließen konnte. Fischzuchten siedelten sich an. Karpfen und Hechte wurden zu einem wertvollen Handelsgut. Die Teichfischerei wird auch heute noch im ganzen Herbst und Winter betrieben. Die Fischzuchten können besichtigt werden und Ausflugstouren werden angeboten. Machen Sie mit! Es lohnt sich, eine solch ungewöhnliche Tradition mitzuerleben.
Inmitten dieser Teichlandschaften wurde der wunderbare Vogelpark von Villars-les-Dombes eingerichtet. Er gilt als der schönste ornithologische Park Europas und beherbergt über 3000 Vogelarten aus allen Kontinenten. Jedes Jahr werden neue Bereiche angelegt und der Park nimmt stets neue Vögel auf. Ein unvergessliches Erlebnis für Kinder ist die Lori-Voliere. Die kleinen Papageien dürfen auf der Handfläche gefüttert werden. Ein faszinierendes Schauspiel für die ganze Familie ist zweifelsohne die spektakuläre Flugschau! Planen Sie einen ganzen Tag ein. Es gibt so viel zu sehen...
Die Dombes lädt zum Spazierengehen ein. Mehrere Rundwanderungen stehen zur Auswahl. Schöne Wege führen von einem Teich zum anderen. Sie können sogar Fahrräder mieten und mit der ganzen Familie die Gegend erkunden. Ein kleiner Bus bringt Sie zum Ausgangspunkt zurück. Unterwegs hat man Zeit und Muße, sich umzusehen. Große Backsteinschlösser, die oft wie Festungen aussehen, fallen besonders auf. Ein wirklich typischer Baustil für die Region. Zu den schönsten gehören Bouligneux, Montellier, Joyeux und Saint-Paul-de-Varax.
Ein Paradies für Golfer, Reiter, Wanderer und Spaziergänger
Die Dombes ist auch ein Golfer-Paradies. Die weitläufigen Freiflächen bieten sich für 18 Löcher-Parcours geradezu an. Im Laufe der Zeit hat sich die Dombes auch zu einem großartigen Reitgebiet entwickelt. Viele Pferdezüchter haben sich hier niedergelassen. Ein Reiterhof ist leicht zu finden: schöne Ausritte mit der Familie oder mit Freunden oder Reitunterricht auf dem Reitplatz.
Wer sich für Kultur und Architektur interessiert, kommt natürlich keinesfalls zu kurz. In den Dörfern stehen wunderschöne romanische Kirchen, von denen einige noch mit Fresken bemalt sind. Eine Ortsbesichtigung darf allerdings bei keinem Urlaubsaufenthalt fehlen: Pérouges. Diese Mittelalterstadt ist eines der "schönsten Dörfer Frankreichs“ (Tourismus-Label). Mit seinen gepflasterten Straßen und Häusern aus dem 15. Jahrhundert ist Pérouges ein echtes touristisches Highlight. Ein Stadtbummel durch die Kopfsteinpflastergassen ist sehr beeindruckend. Den berühmten Pérouger Zuckerkuchen sollten Sie ebenfalls probieren. Das Originalrezept bleibt bis heute ein Geheimnis.
Die Dombes hat allerdings noch mehr zu bieten. Zum Beispiel die kleine Ortschaft Châtillon-sur-Chalaronne. In dem ehemaligen Lehnsherrensitz sind Gebäude aus dem 15. Jahrhundert wie die Markthalle bis heute erhalten geblieben. Aus allen Teilen der Dombes strömen am Samstagmorgen Besucher zum großen Wochenmarkt hierher. Nutzen Sie die Gelegenheit und schauen Sie in der alten Apotheke und im Modellbahnmuseum vorbei. Einige Kilometer weiter befindet sich ein herrlicher Wassergarten mit Koi-Karpfen.
Nun geht es weiter Richtung Saône nach Trévoux. Die Stadt gehörte zum ehemaligen Fürstentum Dombes. Hier steht das Parlament des Ancien Régime. Es stammt aus dem 18. Jahrhundert. Den Innenbereich schmücken schöne Gemälde, die die Gerechtigkeit preisen und denkmalgeschützt sind.
Anreise: Von Lyon oder Bourg-en-Bresse aus der D 1083 folgen. Von Villefranche-sur-Saône aus auf der D7 anfahren.
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